Nationalpark
Der Nationalpark Bayerischer Wald
Zwischen dem Gebiet zwischen dem Lusen und dem großen Falkenstein erstreckt sich der Nationalpark Bayerischer Wald auf rund 240 Quadratkilometern und bildet mit dem tschechischen Nationalpark Sumava das größte zusammenängende Waldgebiet Mitteleuropas. Bereits 1970 wurde dieser Nationalpark vom Freistaat Bayern gegründet, da in den 50er Jahren ein sehr großer Teil der Hochwälder von Luftverschmutzung und dem Borkenkäfer vernichtet wurden. Der Nationalpark ist ein dichter Urwald mit vielen kleinen Seen und Regenmooren und in diesen 40 Jahren wurden hier viele Tiere wieder angesiedelt. So vielfältig wie hier die Tierwelt ist, so vielfältig ist auch die Pflanzenwelt. Denn das Gebiet das der Nationalpark Bayerischer Wald umschließt, reicht von 700 Meter bis hin zu 1450 Meter über dem Meeresspiegel.
Die Informationszentren im Nationalpark
Mit seinen beiden Informationszentren, dem “Hans-Eisenmann-Haus” in Neuschönau und dem “Haus der Wildnis” in Ludwigsthal bei Zwiesel, gibt der Nationalpark lehrreichen Anschauungsunterricht in Sachen Ökologie, Biologie und in Sachen Tier- und Pflanzenwelt. Beide Informationszentren sind ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie.
Das Haus zur Wildnis am Fuße des Falkensteins wurde am 4. August 2006 eröffnet und informiert die Urlauber über den Nationalpark Bayerischer Wald und über den Nationalpark Sumava, wobei die Entwicklung der Wälder hin zur Wildnis im Mittelpunkt steht. Während der Besucher den Fußweg, der zum Haus zur Wildnis führt, entlang wandert, passiert er ein Tier-Freigelände in dem Wildpferde, Urrinder, Wölfe und Luchse angesiedelt sind. Im Besucherzentrum selbst sind vielfältige Ausstellungen angesiedelt, ein 3D-Kino und für die Kinder ein Spielraum. Andenken können im Nationalparkladen erworben werden und im Restaurant wird für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Dank des barrierefreien Aufbaus für Rollstuhlfahrer wurde das Restaurant im Januar 2010 mit dem Qualitätssiegel “Barrierefreier Hotel- und Gastronomiebetrieb” ausgezeichnet.
Das Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau ist das zweite Besucherzentrum im Nationalpark Bayerischer Wald und benannt nach dem ehemaligen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dr. Hans Eisenmann. Im Foyer kann sich der Besucher mit Informationsmaterial eindecken. Die fachkundigen Mitarbeiter informieren und beraten Sie gerne über das gesamte Angebot im Nationalpark.
Auch hier sind mehrere Ausstellungen, die besichtigt werden können, ein Filmsaal, sowie ein Nationalpark-Laden für Andenken. Im angeschlossenen Tierfreigelände leben mittlerweile 36 verschiedene Tierarten aus der Tierwelt des Bayerischen Waldes. In den Landschaftsgehegen von etwa 40 Hektar können die Bewohner (unter anderem Wölfe, Bären, Luchse, Wildschweine und verschiedene Vogelarten) nach ihrem arteigenen Tagesrhythmus leben – Laufen, Klettern, Baden, Schlafen und sich auch einmal zurückziehen.
Der Nationalpark Bayerischer Wald ist für die Kinder Lernen und Faszination zugleich. Deshalb sollte ein Besuch des Nationalparks bei keinem Familienurlaub im Bayerischen Wald fehlen!


